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Linux Mint ist eine Linux-Distribution für PC in zwei parallel verfügbaren Ausgaben. Die Hauptausgabe, einfach Linux Mint genannt, basiert auf der Linux-Distribution Ubuntu und ist in drei Editionen verfügbar, nämlich mit der jeweiligen Desktop-Umgebung als Cinnamon-, MATE- und Xfce-Edition.[1] Die zweite Ausgabe, LMDE (Linux Mint Debian Edition), beruht auf Debian und enthält als Desktop-Umgebung nur Cinnamon. Maintainer für Linux Mint und LMDE ist Clément Lefèbvre.[2][3]
Linux Mint
Logo von Linux Mint
Linux Mint 20.1 – Desktopumgebung: Cinnamon
Linux Mint 20.1 – Desktopumgebung: Cinnamon 4.8.5
Linux Mint 20 – Desktopumgebung: MATE
Linux Mint 20 – Desktopumgebung: MATE 1.24
Linux Mint 20 – Desktopumgebung: Xfce
Linux Mint 20 – Desktopumgebung: Xfce 4.14
Entwickler
Linux Mint Community
Lizenz(en)
Freie Software Lizenzen, hauptsächlich GPL; beinhaltet proprietäre Software
Erstveröff.
27. August 2006
Akt. Version
22.1 „Xia“ (Hauptausgabe);
6 „Faye“ (LMDE, Debian-Ausgabe) (16. Januar 2025; LMDE: 27. September 2023)
Kernel
Monolithisch (Linux)
Abstammung
GNU/Linux
↳ Debian GNU/Linux stable
↳ Ubuntu LTS
↳ Linux Mint (Hauptausgabe)
GNU/Linux
↳ Debian GNU/Linux stable
↳ LMDE (Debian-Ausgabe)Architektur(en)
x86-64
bis Version 20: x86-32
Kompatibilität
POSIX (weitgehend), LSB, FHS
Installationsmedium
Live-System für USB-Stick oder DVD
Sprache(n)
Deutsch, Englisch, Multilingual
linuxmint.com
Inhaltsverzeichnis
Historie
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Linux Mint wurde im Jahr 2006 aus Ubuntu abgezweigt, um beliebte und frei verfügbare Software besser in eine Distribution zu integrieren. Als Gründer gilt Clement Lefebvre.[4] Neben quelloffener freier Software sollte dies vor allem auch für proprietäre, nicht-freie, aber beliebte Software wie z. B. Adobe Flash oder die überwiegende Zahl von Multimedia-Codecs (wie MP3 oder H.264) gelten. In der sehr populären Mutterdistribution Ubuntu dagegen wurde – zum damaligen Zeitpunkt – freie und nicht-freie Software aus politischen und ideologischen Gründen strikt voneinander getrennt; nicht-freie Software wurde in ein optionales Zusatzangebot ausgelagert. Linux Mint hatte mit diesem zunächst an beliebter nicht-freier Software orientierten integrativen Konzept Erfolg. Damit erweiterten sich aber auch die selbstgesteckten Ziele und Ambitionen.Im Mai 2014 entschieden sich die Entwickler von Linux Mint, der Stabilität und Integration aller Komponenten noch größeres Gewicht als vorher zu geben. Seit Mai 2014 beruhen sämtliche Linux-Mint-Veröffentlichungen nur noch auf der aktuellen Ubuntu-Long-Term-Support (LTS)-Codebasis.[5] Die Debian-Editionen beruhen seit August 2014 ebenfalls auf der jeweiligen Debian-stable-Codebasis.[6] Dies soll eine hohe Stabilität beider Ausgaben und damit Vorbedingungen für eine besonders gute Integration aller Komponenten in Linux Mint gewährleisten. Gleichzeitig versprachen die Entwickler, die wesentlichen und für Endanwender wichtigen Desktop-Programme trotz der stabilisierten Codebasis von Zeit zu Zeit zu aktualisieren. Die zweite Veröffentlichung unter den neuen Regeln, Linux Mint 17.1 Rebecca, brachte Ende November 2014 neuere Versionen der wichtigsten Anwenderprogramme mit.[7]
Konzept
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Als Fenster zum Anwender setzt Linux Mint auf den Einsatz eigens entwickelter Desktop-Umgebungen wie Cinnamon. Damit soll der erreichte Grad der Integration innerhalb der Distribution dem Nutzer in einfacher und benutzerfreundlicher Form zugänglich gemacht werden. Cinnamon startete als Fork der Gnome Shell, um eine Benutzeroberfläche zu schaffen, die moderne Konzepte von Gnome 3 mit der traditionellen Bedienung von Gnome 2 verbindet.[8] Auch an der Entwicklung von MATE, der Weiterentwicklung der 2010 eingestellten Benutzeroberfläche Gnome 2, sind die Entwickler beteiligt.[9] Linux Mint ist eine der wenigen Distributionen, die ihre bevorzugten Desktop-Umgebungen auf der Basis der eigenen Bedürfnisse und zum Erreichen der selbstgesteckten Ziele eigens entwickeln.Das Gesamtpaket nach den Regeln des neuen Konzeptes vom Mai 2014 inklusive einer stabilen Codebasis, Integration aller Komponenten, Updates wichtiger Anwender-Programme, Benutzerfreundlichkeit und Desktop-Umgebungen wird – mit Abstrichen bei der Bereitstellung der neuesten Anwenderprogramme – von Fachmedien (u. a. The Register, Ars Technica) von sehr gut bis teils enthusiastisch bewertet.[7][10][11]
